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Der gute Arzt

Eine Krankheit, oder die notwendige Zahnbehandlung kann immer auch als ein Notfall des Körpers bezeichnet werden. Bei diesem Notfall suchen wir nach ärztlicher Hilfe und werden zu Patienten. Hierbei wünschen wir uns natürlich neben ausführlichen, sachkundigen Informationen auch das Gefühl von Geborgenheit und Verständnis für unser physisches Leiden und den damit verbundenen psychischen Druck. Wir möchten Vertrauen haben, behütet und beschützt werden und natürlich einen Arzt finden, der uns die natürliche Angst nimmt und gleichzeitig die erwartete Hoffnung gibt. Dies gilt für Zahnbehandlungen genau so, wie für sämtliche anderen "Notfälle" am oder im Körper und Geist.

Aber im Prinzip ist so ein Arzt nichts anderes, als ein Handwerker. Auch hier gibt es gute und schlechte. Jene Scharlatane, die nur das schnelle Geld machen wollen, unqualifizierte Mitarbeiter beschäftigen, sich selbst nicht fortbilden, uralte Materialien, Werkzeuge und Ersatzteile benutzen. Und natürlich die Qualifizierten, die sich mit dem Kunden sprich Patienten ausgiebig beschäftigen, nach neuesten Erkenntnissen und mit der besten Ausstattung arbeiten und auf alle Belange, Sorgen und Nöte eingehen. Ein Doktortitel, die fremde Nationalität, oder der Standort in einem anderen EU Land sagen erst einmal überhaupt nichts über die Qualifikation des Arztes, die Ausstattung der Praxis oder Klinik und die Güte der zu erwartenden Behandlung aus. So wie wir entscheiden, wer unsere Waschmaschine, oder das geliebte Auto repariert, sollten wir uns genau überlegen wen wir in einem Notfall an unseren Körper, Geist oder das Kauwerkzeug lassen. Letztlich sind die Qualität der Behandlung, das Ergebnis und ein annehmbares Preis-Leistungsverhältnis der Reparatur an unserem Körper für uns ausschlaggebend. Mit Sicherheit aber nicht die Nationalität des Arztes, oder der Standort der Praxis.

Die gewissenhafte Beantwortung der nachfolgenden Fragen kann uns dabei unterstützen, den Arzt oder die Praxis/Klinik unseres Vertrauens zu finden:

Für mehr Informationen klicken Sie bitte die jeweilige Frage an.

  1. Ist die Aufklärung für mich verständlich und umfassend genug?
  2. Wird in der Praxis eine Organisation durchgeführt, die mir den Besuch und Ablauf erleichtert?
  3. Erweist mir der Arzt und das Praxispersonal den nötigen Respekt?
  4. Wird mein gesundheitliches Problem vom Arzt ernst genommen?
  5. Händigt mein Arzt mir Informationen über Hilfsangebote, sowie weiterführendes Infomaterial aus?
  6. Sind in der Praxis die nötigen Vorkehrungen zum Schutz meiner persönlichen Daten getroffen worden?
  7. Unterstützt der Arzt mich in der Entscheidung, die Art meiner Behandlung selbst zu bestimmen?
  8. Sind alle Beteiligen bestrebt, meinen Intimbereich nicht zu verletzen?
  9. Ist es erkennbar, dass in der Praxis gewisse Qualitätsmaßnahmen eingehalten werden?
  10. Wird von dem Arzt klar akzeptiert, dass ich eventuell eine zweite Meinung einholen werde?
  11. Gibt es Probleme beim Zugang, der Einsicht oder Aushändigung meiner Unterlagen und kann ich hiervon Kopien erhalten?

  1. Wie können wir wissen, ob der Arzt uns umfassend und verständlich über sämtliche Belange und Eventualitäten aufgeklärt hat?

    • Der Arzt erläutert uns im gegenseitigen Dialog verständlich und im Idealfall mit bildlichen Darstellungen, welche Diagnose er gestellt hat und wie unsere Erkrankung behandelt werden sollte.
    • Die Angaben unseres Arztes sind verständlich und sachlich. Sie beinhalten klar Nutzen und Risiko der vorgeschlagenen Behandlung und informieren genau über die Wirkungsweise.
    • Wenn wir zum Beispiel an chronischen Erkrankungen leiden, werden wir über hierfür spezielle Behandlungsmöglichkeiten informiert.
    • Wir werden gründlich und in verständlicher Art über die Leitlinien unserer Behandlung informiert und alle weiteren in Frage kommenden Behandlungsmöglichkeiten werden vorgeschlagen und durchgesprochen.
    • Die vom Arzt ausgestellten, schriftlichen Notizen sollen klar für uns und auch mitbehandelnde Ärzte sowie Apotheker lesbar sein.
    • Wenn es nötig ist, dass wir über medizinische Fragen, Befunde oder auch aus Unsicherheit telefonisch mit dem Arzt sprechen möchten, stellt dies kein Problem dar. Der Arzt bietet von sich aus diese Möglichkeit an.
    • Da es Leistungen gibt die nicht von den Kassen gezahlt werden, sollte uns der Arzt in schriftlicher Form über deren Nutzen aufklären und natürlich die entstehenden Kosten genau aufführen.
    • Sollte die deutsche Sprache nicht unsere Muttersprache sein, muss der Arzt in der Lage sein, uns in verständlicher Form zu beraten, oder einen Übersetzer hinzuziehen.
    • Der Arzt fragt am Ende der Beratung, ob wir alles verstanden haben, oder von unserer Seite noch Fragen offen sind.
    • Auch wenn wir beim kommenden Arztbesuch die gleichen Fragen noch einmal stellen, kommt keine Ungeduld auf und wir erhalten noch einmal die Antworten.
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  2. Erleichtert mir der Arzt den Besuch durch eine vernünftige Organisation?

    • In Notfällen oder dringenden Angelegenheiten bekommen wir kurzfristig einen Termin.
    • Der Zugang zur Praxis ist auch für Behinderte und Rollstuhlfahrer geeignet. Genau so die Toiletten.
    • Die verschiedenen Behandlungsräume weisen gut leserliche Beschilderungen auf.
    • Wir erhalten nach ambulanten Eingriffen die Notfall Telefonnummer des behandelnden Arztes.
    • Wir bekommen bei telefonischen Terminvereinbarungen genaue Auskunft über die Lage, Anreise und Parkmöglichkeiten der Praxis.
    • Sollten wir in ein Krankenhaus eingewiesen werden, übernimmt der Arzt die Organisation. Auch leitet er wichtige Informationen direkt weiter, oder händigt diese uns aus.
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  3. Ist der Umgang des Arztes der oder des Praxisteams freundlich und respektvoll?

    • Das Verhalten des Arztes uns gegenüber ist behutsam und respektvoll. Wir merken keinen Unterschied zwischen Kassenpatienten und privaten Patienten. Die Wartezeiten sind gleich.
    • Die vereinbarten Termine werden in der Regel eingehalten, oder wir werden bei Terminverschiebungen und/oder Nichteinhaltung frühzeitig informiert.
    • Sollte es doch zu Wartezeiten kommen, werden wir informiert und uns wird die Länge der Wartezeit mitgeteilt. Auch können wir die Praxis verlassen und zu einem späteren Zeitpunkt wiederkommen.
    • Sind in der Praxis mehrere Ärzte tätig, können wir alleine entscheiden, welchen Arzt wir für eine Behandlung wählen werden.
    • In der Praxis wird weder vom Personal, noch vom Arzt kein Patient wegen seiner Abstammung, des Glaubens, seiner Rasse oder der politischen Abstammung benachteiligt.
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  4. Woran können wir erkennen, dass uns der Arzt auch wirklich ernst nimmt, mit der nötigen, persönlichen Zuwendung zuhört und auf unser spezielles, gesundheitliches Problem eingeht?

    • Bei unserem Aufenthalt im Sprechzimmer des Arztes haben wir nicht das Gefühl eine Nummer zu sein, oder uns in einem Wartesaal zu befinden. Keine Personen laufen hin und her, das Telefon ist absolut stumm, Störungen von Außen dringen nicht durch und Assistenten betreten nicht unaufgefordert den Raum.
    • Der Arzt schaut uns an, spricht mit uns in verständlicher Sprache und hantiert nicht in Unterlagen herum
    • Während des Gespräches beschäftigt sich der Arzt ausgiebig mit unserer Untersuchung und stellt gezielte Fragen.
    • Unsere Probleme, Ängste und Sorgen werden ernst genommen. Der Arzt hört uns gut zu und gibt uns nicht das Gefühl, unsere Ängste und Sorgen sind unbegründet.
    • Wir merken, dass der Arzt eigentlich sehr wenig Zeit hat. Aber trotzdem werden wir nicht einfach nur abgefertigt, sonder sehr sorgfältig behandelt.
    • Bei größeren, gesundheitlichen Problemen fragt uns der Arzt nach den Auswirkungen auf unseren Lebensalltag und wie wir mit diesen Beschwerden unsere Berufliche Situation in den Griff bekommen.
    • Vor der Verordnung eines Medikamentes fragt uns der Arzt, ob wir weitere Medikamente einnehmen, oder in unterschiedlichen Behandlungen sind. Er überprüft, wie sich die verschieden Medikamente untereinander vertragen und ob es eventuell zu Komplikationen kommen kann.
    • Wir werden genauestens nach unserer Krankengeschichte befragt, welche anderen Ärzte uns schon einmal behandelt haben und ob es Probleme mit den bisher verordneten Medikamenten gegeben hat.
    • Der Arzt macht beschreibt uns, in welchen besonderen Situationen andere Kollegen über einen größeren Erfahrungsschatz und eine bessere, spezielle Ausbildung verfügen.
    • Es wird vom Arzt akzeptiert und er empfindet es nicht als Vertrauensbruch, wenn wir bei einem, oder mehreren Kollegen eine zweite Meinung einholen wollen.
    • Der Arzt akzeptiert unseren Wunsch nach Überweisung zu einem Kollegen oder Spezialisten und setzt sich sachlich mit uns in dieser Angelegenheit auseinander. Er gibt uns klar zu verstehen, dass wir ihn jederzeit wieder aufsuchen dürfen.
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  5. Es ist äußerst wichtig, dass wir von unserem Arzt weitere Informationen über Hilfsangebote und dementsprechendes Informationsmaterial erhalten.

    • Wir erhalten vom Arzt besonders wichtige Informationen schriftlicht und vollständig. In der Praxis unseres Arztes ist weiterführendes hinausgehendes Informationsmaterial verfügbar.
    • Diese Informationen sind verständlich und klären über sinnvolle und notwendige Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen sowie über eine gesunde Lebensführung auf.
    • Das Informationsmaterial, welches wir erhalten, stammt von verlässlichen Quellen.
    • Wir werden von dem Arzt über die richtigen Bezugsquellen für die nötigen Patienteninformationen informiert. Der Arzt händigt Ihnen hierfür die Adressen, oder Links des Internets aus.
    • Das Praxispersonal oder der Arzt klären uns über Anlaufstellen der Selbsthilfe und Patientenberatung auf.
    • Selbstverständlich liegen in der Praxis Informationsmaterialien aus, oder ist auf Anfrage erhältlich. Hieraus sollte hervorgehen, Selbsthilfegruppen oder Patientenberatungen in der Nähe zu finden sind. Ihr Arzt oder das Praxispersonal klären Sie über Anlaufstellen der Selbsthilfe und Patientenberatung auf.
    • Für die unterschiedlichsten chronische Erkrankungen werden uns Schulungsprogramme angeboten.
    • Wenn Sie von einer solchen Erkrankung betroffen sind, weist Ihr Arzt Sie auf entsprechende Schulungen hin, bzw. klärt über Möglichkeiten auf, wo Sie an derartigen Schulungen teilnehmen können.
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  6. Sind meine persönlichen Daten ausreichend geschützt?

    • Gespräche zwischen mir und dem Arzt finden dort statt, wo keine fremden Personen mithören können.
    • Andere Patienten werden nicht gemeinsam mit mir zur Anmeldung gebeten. So können keine außen stehenden Personen den Grund für meinen Arztbesuch erfahren.
    • Mein Name wird in Anwesenheit an derer Patienten nicht genannt.
    • Am Telefon erhalte ich nur vom Arzt oder Praxispersonal Auskünfte, wenn ich mich zweifelsfrei identifiziert habe.
    • Für Patienten sind Formulare und Rezepte nicht zugänglich, oder liegen offen aus.
    • In Behandlungsräumen, wo sich Krankenakten und/oder Computerbildschirme befinden, habe ich alleine keinen Zugang.
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  7. Der Arzt muss uns in der Entscheidungsfindung zur Behandlung unterstützen.

    • Unsere Erwartungen und Wünsche zur Behandlung werden in einem gemeinsamen Dialog mit dem Arzt besprochen.
    • Der Arzt ermutigt uns Fragen zu stellen, wenn wir uns nicht ganz klar über den Ablauf und die Art der Behandlung sind.
    • Wir treffen nur gemeinsam mit dem Arzt Entscheidungen für unsere Behandlung. Medizinische Leistungen werden nur dann vom Arzt veranlasst, wenn dieser uns vorher auch untersucht hat.
    • Die Entscheidungen für erforderliche Maßnahmen werden nur gemeinsam mit dem Arzt getroffen. Hierzu werden wir von Ihm ausdrücklich motiviert.
    • Möchten wir dem Arzt die alleinige Entscheidung über erforderliche Maßnahmen überlassen, sollte er uns genauso umfangreich über seine Gründe und Überlegungen aufklären.
    • Unsere Ängste, Bedürfnisse und Sorgen werden vom Arzt sehr ernst genommen. Er bezieht unsere Wünsche bei der Entscheidung für eine Behandlung mit ein.
    • Selbstverständlich akzeptiert der Arzt es, wenn wir seinem Behandlungsvorschlag nicht zustimmen.
    • Möchten wir zur Untersuchung oder Behandlung Freunde, oder Verwandte hinzuziehen, hat der Arzt nichts dagegen.
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  8. Wie sieht es mit dem Schutz meiner Intimsphäre in der Praxis aus?

    • In der Praxis befinden sich während meiner Behandlung nur der Arzt, oder ein Assistent. Während meines Aufenthaltes betritt niemand sonst den Raum.
    • Bevor ich mich zur Untersuchung entkleide, werde ich von dem Arzt begrüßt und dieser stellt sich höflich vor.
    • Es gibt in den Behandlungsräumen Bereiche, in denen ich mich geschützt vor Einblicken entkleiden kann.
    • Sobald ich mich entkleidet habe, kann ich mich dort aufhalten, wo ich von Niemandem gesehen werde.
    • Bevor mir die Ergebnisse der Untersuchung mitgeteilt werden, habe ich die Möglichkeit, mich wieder anzuziehen.
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  9. Sind die Qualitätsmaßnahmen der Praxis für mich als Patient erkennbar?

    • Im Wartezimmer sollten Informationen über regelmäßige Fortbildungen zur Qualitätssicherung des Praxispersonals und des Arztes ausliegen
    • Sollte die Praxis durch eine Qualitätsprüfung ausgewiesen worden sein, ist dies durch einen Aushang ersichtlich.
    • Ihr Arzt und das Praxispersonal stehen auch Ihrer Kritik aufgeschlossen gegenüber wenn Sie diese sachlich und begründet vorbringen.
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  10. Mein Arzt sollte ohne wenn und aber akzeptieren und begrüßen, dass ich eine zweite Meinung einholen möchte.

    • Für wichtige Entscheidungen innerhalb meines Behandlungsablaufes unterstützt mich mein Arzt bei dem Vorhaben, eine zweite Meinung zu erfragen.
    • Es stellt für den Arzt kein Mangel an Vertrauen dar, wenn wir einen Kollegen hinzuziehen möchten.
    • Der Arzt bietet das Einholen einer zweiten Meinung nicht nur bei schwerwiegenden Entscheidungen von sich aus an.
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  11. Wir erhalten Zugang zu unseren Krankenunterlagen, ohne hier Druck ausüben zu müssen.

    • Sämtliche Befunde, Heil- und Kostenpläne und der gesamte Inhalt unserer Krankenakte ist für uns einsehbar und kann bei Bedarf kopiert werden.
    • Wenn wir es wünschen, erhalten wir einen zusammenfassenden Bericht über alles, was im Zusammenhang mit unserer Erkrankung von Bedeutung ist.
    • Bei der Einsicht in unsere Krankenunterlagen gibt uns der Arzt nicht das Gefühl, es ginge uns nichts an und wir würden den Inhalt nicht verstehen.
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